Online-Shop Ohne Shopify Erstellen

Online-Shop ohne Shopify erstellen (Schritt-für-Schritt-Anleitung)

Um online zu verkaufen, musst du nicht zwingend Shopify nutzen. Wenn du die passende Infrastruktur wählst, kannst du deinen Shop unter eigener Kontrolle aufbauen – langfristig oft flexibler und unabhängiger. In diesem Leitfaden erkläre ich dir die Schritte, um ohne Shopify einen Onlineshop zu erstellen: Plattformwahl, Domain & Hosting, Einrichtung, Zahlung & Versand, RankMath-SEO und die Vorbereitung für den Launch – als klaren Plan.

Warum ist es sinnvoll, einen Onlineshop ohne Shopify zu erstellen?

Shopify ermöglicht einen schnellen Start, ist aber nicht für jedes Unternehmen die beste Lösung. Alternativen zu Shopify können große Vorteile bringen – vor allem bei Kosten und Kontrolle. Wenn du SEO, Content-Marketing und die Optimierung von Kategorie- und Produktseiten ernst nimmst, sind Lösungen wie WordPress oft im Vorteil.

  • Du bist weniger abhängig von monatlichen Plattformgebühren
  • Du hast mehr Kontrolle über Design, SEO, Zahlungen und Integrationen
  • Skalierung und Individualisierung sind langfristig flexibler
  • Zahlungs- und Versandanforderungen in der Türkei und in Europa lassen sich einfacher anpassen

1) Die richtige Plattform auswählen

Der erste Schritt beim Erstellen eines Onlineshops ohne Shopify ist die Wahl der richtigen Plattform. Diese Entscheidung beeinflusst Kosten, Bedienbarkeit, SEO-Erfolg und Integrationsmöglichkeiten direkt. Für Einsteiger ist es am sinnvollsten, mit einem System zu starten, das leicht zu bedienen ist und zu dem du schnell Unterstützung findest – und es später auszubauen.

  • WordPress + WooCommerce: Die ausgewogenste Lösung für Einsteiger und KMU
  • OpenCart / PrestaShop: E-Commerce-fokussierte Admin-Panels, aber etwas technischer in der Einrichtung
  • Individuelle Entwicklung: Hohe Kosten und laufende Wartung (für große Projekte geeignet)
  • Auswahlkriterien: Budget, technischer Support, SEO-Ziele, Wachstumsplan

2) Domain und Hosting wählen

Für einen stabilen Onlineshop sind Domain und Hosting entscheidend. Ist das Hosting schwach, wird die Seite langsam, es kommt zu Abbrüchen im Checkout und die SEO-Performance leidet. Die Domain beeinflusst außerdem Markenwirkung und Wiedererkennung.

  • Bei der Domainwahl
    • Kurz, leicht zu schreiben und gut merkbar
    • Passend zum Markennamen
    • Endung nach Zielmarkt wählen: .com / .com.tr / .de / .be
  • Beim Hosting
    • Kostenloses SSL (https) muss enthalten sein
    • SSD/NVMe-Speicher und gute Performance
    • Tägliche Backups
    • Einfaches Upgrade bei mehr Traffic
    • PHP 8.1+ und gute Datenbank-Performance

3) WordPress + WooCommerce einrichten

Der praktischste Weg, ohne Shopify einen Onlineshop zu erstellen, ist WordPress + WooCommerce. Ziel ist nicht nur „eine Website zu installieren“, sondern den Shop wirklich verkaufsbereit zu machen. Währung, Steuern, Versand und rechtliche Seiten sollten von Anfang an korrekt eingestellt werden.

  • Einrichtungsschritte
    • WordPress im Hosting-Panel installieren
    • SSL aktivieren und die gesamte Seite auf https umstellen
    • WooCommerce installieren und den Einrichtungsassistenten abschließen
  • Shop-Einstellungen
    • Währung und Länder-Einstellungen
    • Steuer-/MwSt-Regeln
    • Versandzonen und Versandkosten
  • Wichtige Seiten
    • Über uns, Kontakt, FAQ
    • Datenschutz/KVKK, Cookie-Richtlinie
    • Rückgabe/Umtausch, Fernabsatzvertrag

4) Theme und Design (Conversion-orientiert)

Beim Aufbau eines Shops soll Design nicht nur „schön aussehen“, sondern Käufe auslösen. Nicht mobile-optimierte, langsame oder unseriös wirkende Designs senken die Conversion. Ziel ist, den Nutzer schnell zu Produkt, Warenkorb und Checkout zu führen.

  • Kriterien für die Theme-Auswahl
    • Mobile-optimiert (responsive)
    • Schnell und schlank
    • WooCommerce-kompatibel
  • Verkaufsorientierte Struktur
    • Klare CTAs: „In den Warenkorb“, „Jetzt kaufen“
    • Vertrauenselemente: Rückgabe, sichere Zahlung, Bewertungen, SSL
    • Menü schlank halten, keine unnötige Seiten-Überladung
  • Startseiten-Aufbau
    • Was verkaufst du? (in einem Satz)
    • Für wen verkaufst du? (Zielgruppe klar)
    • Warum bei dir kaufen? (3 starke Gründe)

5) Zahlungs- und Versand-Integrationen

Einen Onlineshop ohne Shopify zu erstellen heißt, Zahlungen und Versand passend zu deinen Bedürfnissen auswählen zu können. Diese Freiheit erfordert allerdings Tests und Kontrolle. Vor dem Launch solltest du unbedingt eine Testbestellung durchführen und den gesamten Ablauf prüfen.

  • Zahlungsoptionen
    • Kreditkarte / Virtueller POS (iyzico, PayTR usw.)
    • Überweisung (EFT)
    • Nachnahme (je nach Versanddienstleister)
  • Versandoptionen
    • Versandzonen erstellen
    • Pauschalpreis / gewichtsabhängig / kostenlose-Versand-Schwelle
    • Sendungsverfolgung-Ablauf
  • Vor dem Livegang testen
    • Testbestellung erstellen
    • Fehlgeschlagene Zahlungsszenarien prüfen
    • Kommen Bestell-E-Mails an Kunde und Admin an?

6) RankMath SEO-Einstellungen (Keyword: „Onlineshop erstellen“)

Eine der stärksten Wachstumssäulen ist organischer Traffic. RankMath hilft dir, Produkt- und Kategorieseiten SEO-freundlich zu strukturieren und so die Sichtbarkeit bei Google zu erhöhen. Ziel ist ein klares Seiten-Setup, korrektes Schema und eine saubere Content-Strategie.

  • RankMath-Grundlagen
    • Website-Typ: Online-Shop / Unternehmen
    • Sitemap aktiv (Produkte + Kategorien + Beiträge)
    • Product-Schema auf Produktseiten aktivieren
  • SEO für Produktseiten
    • Keyword natürlich in Titel und Beschreibung verwenden
    • 300–600+ Wörter als Ziel (kein „Thin Content“)
    • Bilder komprimieren, ALT-Tags ausfüllen
  • SEO für Kategorien (sehr wichtig)
    • Kategoriebeschreibung hinzufügen
    • Struktur mit H2/H3-Überschriften
    • Bei Filterseiten ggf. „noindex“ setzen
  • Content-Strategie
    • Von Blogartikeln intern auf Kategorien und Produkte verlinken
    • Regelmäßig auf deine Haupt-Guide-Seite „Onlineshop erstellen“ verlinken

7) Geschwindigkeit, Sicherheit und Backups

Bei einem Onlineshop wirken sich Geschwindigkeit und Sicherheit direkt auf den Umsatz aus. Ist die Seite langsam, steigen Werbekosten und Nutzer springen im Checkout ab. Schwache Sicherheit gefährdet Vertrauen und Zahlungsprozesse. Backups retten dich bei Updates.

  • Performance
    • Cache-Plugin installieren und konfigurieren
    • Bilder in WebP umwandeln und komprimieren
    • Unnötige Plugins entfernen
  • Sicherheit
    • Starke Passwörter + 2FA
    • Benutzername nicht „admin“ nennen
    • Brute-Force-Schutz und Login-Limits
    • Regelmäßige Updates
  • Backups
    • Tägliche automatische Backups (Dateien + Datenbank)
    • Eine Kopie in der Cloud speichern
    • Restore mindestens einmal testen

8) Checkliste vor dem Launch

Der letzte Schritt ist, den Onlineshop „launch-ready“ zu machen. In dieser Phase solltest du Technik, Checkout-Flow, SEO-Anbindungen und rechtliche Seiten prüfen – so reduzierst du das Risiko von Umsatzverlusten nach dem Start.

  • Technik
    • SSL aktiv? Alle Seiten https?
    • Mobile Ansicht fehlerfrei?
    • Ladezeit ausreichend schnell?
  • Verkaufsprozess
    • Warenkorb → Checkout → Bestellung abgeschlossen getestet?
    • Bestell-E-Mails funktionieren?
    • Gutscheine/Rabatte korrekt?
  • SEO & Tracking
    • Google Search Console verbunden?
    • Sitemap eingereicht?
    • RankMath Meta-Titel/Beschreibungen gesetzt?
  • Rechtliche Seiten
    • KVKK/Datenschutz/Cookies/Rückgabe/Vertrag sichtbar und erreichbar?

Häufige Fragen (FAQ)

Ist es schwieriger, einen Onlineshop ohne Shopify zu erstellen?
Es erfordert etwas mehr Einrichtung und Einstellungen. Dafür hast du volle Kontrolle und langfristig meist mehr Vorteile.

Was ist die beste Option, um einen Onlineshop zu erstellen?
Für Einsteiger ist WordPress + WooCommerce häufig die praktischste und SEO-stärkste Lösung.

Ist RankMath SEO wirklich notwendig?
Wenn du organischen Traffic willst: ja. Mit sauberer Produkt-/Kategorie-Struktur und Content-Strategie hilft es, Verkäufe zu steigern.